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Betriebsausflüge: Wann der Fiskus den 110-EUR-Freibetrag gewährt

September 22, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

105044_web_r_k_b_by_s-hofschlaeger_pixelio-deBetriebsveranstaltungen wie Betriebsausflüge, Weihnachtsfeiern oder Jubiläen werden steuerlich begünstigt, wenn bestimmte  Voraussetzungen erfüllt sind. Damit der Fiskus mitspielt, muss die Veranstaltung in der Regel allen Mitarbeitern des Unternehmens oder des Betriebsteils offenstehen – elitäre Feste, bei denen nur bestimmte Gruppen bevorzugt werden, sind nicht begünstigt. Ausnahmsweise erkennt der Fiskus aber auch einen fest umrissenen Teilnehmerkreis an, wenn sich die Abgrenzung aus betriebsstrukturellen Konstellationen ergibt (z.B. Feier einer Abteilung, Pensionärstreffen).

Wird eine Betriebsveranstaltung steuerlich anerkannt, dürfen die Zuwendungen des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer anlässlich dieses Events mit maximal 110 EUR je Veranstaltung und Arbeitnehmer steuer- und sozialabgabenfrei belassen werden; dies gilt für maximal zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr. Da es sich um einen Freibetrag handelt, müssen nur die darüber hinausgehenden Zuwendungen versteuert bzw. verbeitragt werden. Read the rest of this entry →

Elektronische Kassensysteme: Bundesregierung plant neue Maßnahmen gegen Manipulation

September 15, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

750445_web_r_k_b_by_rainer-sturm_pixelio-deVorsichtig geschätzt 5 Mrd. EUR Steuerausfälle hat der Fiskus jedes Jahr wegen manipulierter Registrierkassen zu beklagen. Denn aufgrund der fortschreitenden Technisierung ist es heute problemlos möglich, digitale Grundaufzeichnungen in elektronischen Kassen unerkannt zu löschen oder zu verändern.

Als Gegenmaßnahme hat die Bundesregierung am 13.07.2016 den „Entwurf eines Gesetzes zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen“ auf den Weg gebracht. Ab 2020 sollen die folgenden Neuerungen auf die Nutzer und Hersteller zukommen: 1. Um die nachträgliche Manipulation von digitalen Grundaufzeichnungen auszuschließen, sollen sogenannte elektronische Aufzeichnungssysteme (dazu gehören auch elektronische Registrierkassen) künftig durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung geschützt werden. Die digitalen Grundaufzeichnungen müssen einzeln, vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet aufgezeichnet (Einzelaufzeichnungspflicht) und auf einem Speichermedium gesichert und verfügbar gehalten werden. Die technischen Anforderungen an die elektronischen Aufzeichnungs- und Sicherungssysteme im Geschäftsverkehr sollen in einer gesonderten Rechtsverordnung detailliert geregelt werden. Read the rest of this entry →

600. Bad Dürkheimer Wurstmarkt

September 09, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Pfalzblog

Heute beginnt in Bad Dürkheim der 600. Wurstmarkt, das größte Weinfest der Welt – und damit herrscht hier 10 Tage Ausnahmezustand. Ich wünsche allen Besuchern dieses Blogs hier aus der Gegend einen tollen Wurstmarkt. Am Montag (12.09.) sind wir ab 12 Uhr nicht mehr zu erreichen.

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Pflichtveranlagung: Wann Arbeitnehmer eine Einkommensteuererklärung abgeben müssen

September 01, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

Finanzamt / SteuerberaterAlljährlich zu Jahresbeginn regeln die obersten Finanzbehörden der Länder, bis wann die Einkommensteuererklärungen des Vorjahres abgegeben werden müssen. Für die Steuererklärungen 2015 von steuerlich nicht beratenen Bürgern haben die Behörden als Abgabefrist (erneut) den 31.05.2016 bestimmt. Steuerlich beratene Bürger dürfen sich mit ihrer Erklärungsabgabe für 2015 bis zum 31.12.2016
Zeit lassen.

Hinweis: Das Bundesland Hessen zeigt sich bei beratenen Steuerbürgern als einziges Bundesland großzügiger und hat in einem eigenen Fristenerlass geregelt, dass sich die Abgabefrist bei ihnen allgemein auf den 28.02.2017 verlängert. Voraussetzung hierfür ist lediglich, dass sie die Steuererklärungen des Vorjahres fristgemäß abgegeben haben. Read the rest of this entry →

Erbschaftsteuerreform: Was passiert, wenn nichts passiert?

August 25, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

763069_web_R_K_by_Kurt F. Domnik_pixelio.deAm 17.12.2014 hatte das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) entschieden, dass die im Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz enthaltenen Verschonungs- regelungen bei der Übertragung betrieblichen Vermögens gegen das Grundgesetz verstoßen. Das Gericht hatte dem Gesetzgeber zum einen eine Frist bis zum 30.06.2016 gesetzt, um eine Neuregelung zu finden. Zum anderen hatte es die bisher geltenden Regelungen bis zum Zeitpunkt einer Neuregelung für weiter anwendbar erklärt.

Nach langen Diskussionen hat der Bundestag am 24.06.2016 eine Gesetzesänderung verabschiedet. Diese wurde aber vom Bundesrat gestoppt und in den Vermittlungsausschuss verwiesen. Wann dort eine Lösung gefunden wird, ist derzeit noch völlig offen. Die vom BVerfG gesetzte Frist ist jedenfalls abgelaufen. Read the rest of this entry →

Das Fahrtenbuch: Eine nie endende Story wieder beim BFH

August 15, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

766310_web_R_K_B_by_Darlene Müller CWS_pixelio.deEine aus meiner Praktikersicht mal wieder völlig irre Entscheidung:

Der BFH hat nun die Gelegenheit sich erneut grundsätzlich zur Frage zu äußern, welche Mindestanforderungen an ein Fahrtenbuch zu stellen sind (Revisionszulassung durch den BFH aufgrund einer eingelegten NZB AZ BFH VIII B 54/16). Im Urteil der Vorinstanz hat das FG Köln in seinem Urteil vom 18.3.2016 – 3 K 3735/12 darauf bestanden, dass in einem Fahrtenbuch Ortsangaben und Reiseziel hinreichend konkret bezeichnet sein müssen. Es reicht nach Auffassung des FG Köln nicht aus, wenn der Steuerpflichtige die von ihm aufgesuchten Ziele lediglich mit Abkürzungen angibt.

Die Verwendung von Abkürzungen muss nach Auffassung des FG Köln die Ausnahme bleiben, damit der geschlossene Charakter der Fahrtenbuchaufzeichnungen nicht beeinträchtigt wird.Für das FG Köln scheint die Rechtslage eindeutig gewesen zu sein.Der VIII. Senat des BFH sieht jedoch offenkundig Klärungsbedarf. Es wird daher interessant sein, wie sich der VIII. Senat des BFH positionieren wird.

Quelle: tax-news.de
Foto: pixelio.de/Darlene Müller CWS

Streit um beendetes Mietverhältnis: Mieter kann Zivilprozesskosten nicht steuermindernd abziehen

August 12, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

637103_web_R_K_by_Thorben Wengert_pixelio.deVermieter verfügen mit der sogenannten Eigenbedarfskündigung über ein scharfes Schwert, um sich von einem Mieter zu trennen. Nach einem neuen Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) dürfen Zivilprozesskosten, die einem Mieter wegen einer strittigen Beendigung eines Mietverhältnisses erwachsen, nicht als außergewöhnliche Belastungen abgezogen werden.

Im Urteilsfall hatte eine Mieterin nach einem Eigentümerwechsel von dem Wohnungskäufer eine Eigenbedarfskündigung erhalten, woraufhin sie gegen den vorherigen Wohnungseigentümer wegen Vereitelung ihres Vorkaufsrechts an deKr Wohnung gerichtlich vorging und Schadenersatz begehrte. Nachdem der Prozess für sie erfolglos verlaufen war, machte sie ihre Anwalts- und Gerichtskosten als außergewöhnliche Belastungen in der Einkommensteuererklärung geltend. Der BFH verwehrte der Frau jedoch den ostenabzug und wies darauf hin, dass Zivilprozesskosten nach neuerer Rechtsprechung nur abziehbar sind, wenn der Prozess existenzielle Bedeutung hat. Der Bürger müsste ohne den Rechtsstreit Gefahr laufen, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bedürfnisse nicht mehr im üblichen Rahmen befriedigen zu können. Hiervon konnte das Gericht im vorliegenden Fall jedoch nicht ausgehen. Nach Ansicht des BFH sind Streitigkeiten über das Bestehen eines Vorkaufsrechts an einer Mietwohnung und die Beendigung eines Mietverhältnisses nach einem Eigentümerwechsel keineswegs unüblich. Nach Gerichtsmeinung gehört es nicht zu den existenziellen Wohnbedürfnissen, eine bisher gemietete Wohnung später auch erwerben zu können. Auch der Umstand, dass ein Mieter seine Wohnung räumen und herausgeben muss, berührt nach dem Urteil keinen existenziell wichtigen Bereich. Read the rest of this entry →

Berufliche Feiern: Wann werden Kosten steuerlich anerkannt?

August 04, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

757564_web_R_K_B_by_I-vista_pixelio.deUnter welchen Kriterien können die Kosten von Feiern, Jubiläen und sonstigen Veranstaltungen steuerlich abgesetzt werden? Nach einem jüngst veröffentlichten Urteil des BFH ist der Anlass der Veranstaltung zwar ein erster wichtiger Anhaltspunkt, aber keineswegs immer entscheidend. Eine Rolle spielen dabei auch die geladenen Gäste sowie der Ort, Zeitpunkt und der allgemeine Charakter einer Feier.

Der BFH hat mit Urteil vom 20.01.2016 entschieden, dass ein Dienstjubiläum ein berufsbezogenes Ereignis darstellt. Für die Beurteilung, ob die Aufwendungen beruflich oder privater Natur sind, ist vorrangig auf den Anlass der Feier abzustellen. Nach der ständigen Rechtsprechung des BFH liegen dann Werbungskosten vor, wenn die Aufwendungen mit der Einkünfteerzielung objektiv zusammenhängen und subjektiv ihr zu dienen bestimmt sind. Read the rest of this entry →

Weiterbildungsstudiengang: Kein Kindergeldanspruch bei Erwerbstätigkeit über 20 Wochenstunden

Juli 29, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

346316_web_R_K_by_Manfred Jahreis_pixelio.deHat ein volljähriges Kind seine erstmalige Berufsausbildung oder sein Erststudium abgeschlossen und absolviert es anschließend eine weitere Ausbildung, können Eltern während dieser „aufgesattelten“ Ausbildung nur dann Kindergeld und Kinderfreibeträge fortbeziehen, wenn das Kind nebenher keiner Erwerbstätigkeit von mehr als 20 Wochenstunden nachgeht. Familienkassen bzw. Finanzämter gewähren
die kindbedingten Vergünstigungen dann längstens bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres.

Nach der neueren Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) können sogenannte mehraktige Ausbildungen mitunter noch als einheitliche Erstausbildung angesehen werden, so dass der Umfang der Erwerbstätigkeit erst nach dem Abschluss des letzten Ausbildungsakts (z.B. des Masterstudiengangs) eine Rolle spielen darf. Voraussetzung für diese günstige „Verklammerung“ ist aber, dass die Ausbildungsabschnitte in einem engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang zueinander stehen (z.B. dieselbe Berufssparte betreffen und aufeinander folgen) und das Kind sein angestrebtes Berufsziel durch den ersten Abschluss noch nicht erreicht hat. Read the rest of this entry →

Änderungen beim Nachweis über gezahlte Spenden oder Mitgliedsbeiträge

Juli 21, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

426264_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deGrundsätzlich gilt: Ein Steuerpflichtiger, der Zuwendungen, z. B. Spenden oder Mitgliedsbeiträge steuerlich geltend machen will, muss unter anderem eine Zuwendungsbestätigung vorlegen können. In bestimmten Fällen genügt auch ein vereinfachter Nachweis. Durch die Modernisierung des Besteuerungsverfahrens ändern sich die Regelungen zum Zuwendungsnachweis. Die wichtigsten Fragen: Was ist neu? Ab wann gilt es?

Belegvorlagepflicht wird zur Belegaufbewahrungspflicht
Bisher musste der Steuerpflichtige zusammen mit seiner Steuererklärung zwingend seine erhaltenen Zuwendungsbestätigungen einreichen bzw. den vereinfachten Nachweis mittels Bareinzahlungsbeleg oder Buchungsbestätigung führen. Andernfalls hat das Finanzamt geleistete Spenden oder Mitgliedsbeiträge nicht anerkannt. Das ändert sich. Read the rest of this entry →