Ihre Steuerberaterin

in Bad Dürkheim & Weisenheim am Berg
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Steuerberaterin Bad Dürkheim: Mein Team braucht Verstärkung

April 27, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

Ich suche eine/n Steuerfachangestellte/n überwiegend zur Bearbeitung von Steuererklärungen sowie Jahresabschlüssen. Lohnkenntnisse sind erwünscht.

Ob Sie Voll- oder Teilzeit arbeiten wollen: zwischen 20 und 40 Wochenstunden ist alles möglich. Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung per Mail an stb.gruendling@kanzlei.org oder per Post an meine Kanzlei in der Weinstraße Nord 19B, 67098 Bad Dürkheim.

Ich freue mich auf Ihre Bewerbung!

Typische Berufskleidung: Welche Kosten sind steuerlich abziehbar?

Mai 19, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

346975_web_R_K_by_Susanne Schmich_pixelio.deArbeitnehmer dürfen die Kosten für typische Berufskleidung als Werbungskosten absetzen, nicht jedoch die Kosten für normale Businesskleidung. Die Steuerberaterkammer Niedersachsen hat näher umrissen, welche Berufskleidung „typisch“ ist und somit steuerlich anerkannt wird. Danach gilt:

Typische Berufskleidung: Steuerlich berücksichtigt werden die Kosten für Kleidungsstücke, deren Verwendung für Zwecke der privaten Lebensführung aufgrund berufsspezifischer Eigenschaften so gut wie ausgeschlossen ist. Hierzu  gehören Amtstrachten, der schwarze Anzug eines Leichenbestatters oder eines katholischen Geistlichen, der Frack eines Kellners, der Cut eines Empfangschefs, uniformähnliche Dienstkleidung der Mitarbeiter einer Fluggesellschaft, Arbeits(schutz)anzüge, Schutzhelme, Sicherheitsschuhe, Uniformen sowie die Kleidung von Köchen und Schornsteinfegern.

Hinweis: Prinzipiell gehören auch weiße Arztkittel und weiße Arbeitskleidung in Krankenhäusern und Arztpraxen zur absetzbaren typischen Berufskleidung, wobei die darunter getragenen weißen T-Shirts und Socken nicht unbedingt abziehbar sind. Wer seine Chancen auf eine steuerliche Anerkennung erhöhen will, sollte diese Kleidungsstücke in einem Spezialgeschäft für Berufsbekleidung kaufen und seiner Steuererklärung die Rechnung beilegen.

Businesskleidung: Nach einem Urteil des Finanzgerichts Hamburg kann Businesskleidung nicht als typische Berufskleidung abgesetzt werden. Geklagt hatte ein Rechtsanwalt einer internationalen Kanzlei, der sich hochwertige Kleidung für seinen Arbeitsalltag zugelegt hatte. Das Gericht lehnte einen Kostenabzug ab und verwies darauf, dass die Kleidungsstücke problemlos auch privat getragen werden könnten. Es fehle an einer klaren Abgrenzung zur privaten Nutzung.

Reinigungskosten: Sind Kleidungsstücke als typische Berufskleidung abziehbar, können auch die Kosten für deren Reinigung (Waschen, Trocknen und Bügeln) abgezogen werden. Abziehbar sind sowohl die Kosten für eine Wäscherei als auch für das Waschen in Eigenregie.

Berufskleidung vom Arbeitgeber: Stellt ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern für die Arbeitszeit einheitliche Kleidungsstücke zur Verfügung, wird damit nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs auf Seiten der Arbeitnehmer kein steuerpflichtiger geldwerter Vorteil begründet, wenn die Überlassung der Kleidung im eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers erfolgt ist.

Quelle: Deubner Verlag Mandantenrundschreiben
Foto: pixelio.de / Susanne Schmich

Gesundheitsvorsorge: Welche Zuschüsse sind steuerfrei?

Mai 12, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

724235_web_R_K_B_by_Tim Reckmann_pixelio.deKennen Sie Feel-good-Manager? Sie kümmern sich um eine gute Arbeitsatmosphäre und um optimale Arbeitsbedingungen im  Unternehmen und sollen auf diese Weise aktiv das Arbeitsklima verbessern. Die Unternehmen versprechen sich davon neben höherer Motivation und Produktivität natürlich auch eine bessere  Mitarbeiterbindung.

Das Steuerrecht bietet für solche Zwecke auch einige Anreize: zum Beispiel die betriebliche Gesundheitsförderung mittels steuerfreier Zuschüsse. So kann ein Unternehmer seinen Angestellten Read the rest of this entry →

Sponsoring: Wann fällt Umsatzsteuer an?

April 28, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

46358_web_R_B_by_Verena N._pixelio.deViele Vereine und andere gemeinnützige Organisationen könnten in der heutigen Zeit ohne Sponsoring kaum überleben. Die Oberfinanzdirektion Karlsruhe hat sich dazu geäußert, was dabei hinsichtlich der Umsatzsteuer aus Sicht eines Vereins zu beachten ist. Für einen Sponsor, der einen Geldbetrag für eine konkrete Gegenleistung zahlt, zum Beispiel für Banden- oder Trikotwerbung, Anzeigen, Werbeaufdrucke, Lautsprecherdurchsagen oder die Überlassung von Eintrittskarten, erbringt der Verein eine umsatzsteuerpflichtige Leistung. Im Regelfall müssen dafür 19 % Umsatzsteuer gezahlt werden. Dies gilt auch, wenn der Verein im Übrigen Leistungen erbringt, die lediglich mit 7 % zu versteuern sind.
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Klassenfahrten: Ohne entgeltlichen Betreuungsaufwand kein Abzug

April 21, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

RolleiAls Eltern jüngerer Kinder werden Sie sicherlich spätestens bei der Erstellung der Einkommensteuererklärung von Ihrem Steuerberater auf die Kosten der Kinderbetreuung angesprochen. Bei Aufwendungen für einen Kindergarten- oder Krippenplatz stellt in der Regel auch niemand in Frage, dass es sich um Betreuungskosten handelt. 2/3 dieser Aufwendungen, höchstens jedoch 4.000 EUR pro Kind, werden bei der Einkommensteuer als Sonderausgaben berücksichtigt und mindern die Steuerlast. (Die Kosten für die Verpflegung der Kinder sind nicht absetzbar.)

Grundsätzlich – das war zumindest die Auffassung eines Vaters aus Sachsen – fallen solche Betreuungskosten auch für ältere Kinder an, die zum Beispiel auf Klassenfahrt gehen oder an einem Ferienlager teilnehmen. Daher wollte er auch diese Kosten als Betreuungsaufwendungen in seiner Einkommensteuererklärung berücksichtigt wissen.

Das Finanzgericht Sachsen erteilte dem Vater jedoch eine Abfuhr. Anhand der vorgelegten Unterlagen – eines Schreibens des Lehrers bezüglich der Klassenfahrt sowie eines „Reisevertrags“ für das Ferienlager – konnte nicht entschieden werden, ob überhaupt und, wenn ja, in welchem Umfang entgeltliche Betreuungsleistungen erbracht worden sind. Zum einen ist die Betreuungsleistung des Lehrers auf der Klassenfahrt als unentgeltlich zu werten.
Zum anderen ist bei dem Ferienlager typisierend von einer Freizeitbetätigung auszugehen. Eine Betreuung der Kinder (die im Reisevertrag nicht genannt wird) ist allenfalls als Nebenleistung zu werten. Eine Freizeitbetätigung schließt eine Bewertung der Aufwendungen als Betreuungskosten jedoch aus. Das Argument, dass in einem Kindergarten auch Freizeitbetätigungen angeboten werden, zieht nicht. Die Betreuung auf Klassenfahrten oder in Ferienlagern ist nicht mit der Betreuung in Kindertagesstätten vergleichbar.

Quelle: Deubner Verlag Mandanteninfo
Foto: pixelio.de/Marc Tollas

Flüchtlingshilfe: Wie Sachspenden und Arbeitseinsätze steuerlich abgesetzt werden können

April 14, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

685528_web_R_K_B_by_Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM)_pixelio.deWer Flüchtlingen hilft, sollte wissen, dass er neben Geld- mitunter auch Sachspenden und investierte Freizeit steuerlich absetzen kann. Es gelten folgende Abzugsregeln:

Geldspenden: Das Bundesfinanzministerium hat die Nachweisregeln für Geldspenden zur Flüchtlingshilfe vorübergehend gelockert und bestimmt, dass Spenden dem Finanzamt in der Zeit vom 01.08.2015 bis zum 31.12.2016 ohne betragsmäßige Beschränkung durch einen vereinfachten Zuwendungsnachweis (Bareinzahlungsbeleg, Kontoauszug oder Online-Banking-Ausdruck) nachgewiesen werden können. Eine förmliche Spendenquittung ist für den Sonderausgabenabzug also nicht erforderlich. Read the rest of this entry →

Abbruchabsicht: Abrisskosten sind trotz jahrelanger Vermietung Anschaffungskosten

April 07, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

735887_web_R_K_B_by_Kurt Michel_pixelio.deAls Unternehmer ist Ihnen das Steuerrecht vielleicht gar nicht mehr so fremd. Trotzdem gibt es häufig noch Wissenslücken, die der Steuerberater schließen kann, damit Sie Ihre Steuerlast besser einschätzen können. Zum Beispiel beim Thema Investitionen: Liegen steuerrechtlich Anschaffungskosten vor und mindert also maximal die Abschreibung das steuerliche Ergebnis, oder sind die Aufwendungen gleich vollständig steuerrechtlich wirksam? Read the rest of this entry →

Betreutes Wohnen: Kosten für Hausnotrufsystem sind haushaltsnahe Dienstleistungen

März 31, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

59061_web_R_K_by_pan_pixelio.deUm im Fall eines Treppensturzes oder Herzinfarkts schnell Hilfe anfordern zu können, haben viele Senioren in ihrem Haushalt ein Hausnotrufsystem installiert. In der Regel genügt ein Knopfdruck auf einen Funksender des Systems und schon wird eine externe Notrufzentrale informiert.

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat nun entschieden, dass die Kosten für ein solches System haushaltsnahe Dienstleistungen sind – somit zu 20 % direkt von der tariflichen Einkommensteuer abgezogen werden können (Höchstbetrag: 4.000 EUR). Read the rest of this entry →

Bundesregierung will Neubau von Mietwohnungen fördern

März 29, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

750213_web_R_K_B_by_I-vista_pixelio.deDie Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist in den vergangenen Jahren rasant angestiegen. Deshalb will die Bundesregierung den Neubau von Mietwohnungen durch steuerliche Anreize fördern. Konkret sollen gefördert werden:

 

 

  • die Anschaffung neuer Gebäude,
  • die Anschaffung neuer Eigentumswohnungen,
  • die Herstellung neuer Gebäude sowie
  • die Anschaffung sogenannter Betriebswohnungen

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Bundesregierung bringt Modernisierung des Besteuerungsverfahrens auf den Weg

März 17, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

Finanzamt / SteuerberaterEine Modernisierung des Steuerrechts? Da wird man zunächst hellhörig und dann misstrauisch. Ansätze hat es in der Vergangenheit schon viele gegeben. Seit Dezember 2015 gibt es sogar einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens – das Vorhaben ist also auf den parlamentarischen Weg gebracht. Viele vorgesehene Maßnahmen betreffen die Steuerverwaltung, aber auch für Sie als Steuerbürger soll sich einiges ändern.

Abgabefrist der Steuererklärung wird verlängert: Wird Ihre Steuererklärung von uns erstellt, muss sie
künftig spätestens bis zum 28. Februar des Zweitfolgejahres beim Finanzamt abgegeben werden. Doch Vorsicht, hier sind zwei wichtige Punkte zu beachten:

– Das Finanzamt kann die Steuererklärung – wie bisher – früher anfordern.
– Bei verspäteter Einreichung muss das Finanzamt künftig immer einen Verspätungszuschlag
festsetzen (es hat keinen Ermessensspielraum mehr). Wie teuer es konkret wird, wird gesetzlich
geregelt: Bei einer verspätet abgegebenen Einkommensteuererklärung sind beispielsweise 0,25
% der festgesetzten Steuer, mindestens aber 50 EUR je angefangenen Monat zu zahlen.

Belegvorhaltepflicht ersetzt Belegvorlagepflicht: Bestimmte Belege, zum Beispiel Spendenbescheinigungen, sollen Sie nur noch auf Verlangen des Finanzamts vorlegen müssen. Eine Übermittlung mit der Steuererklärung soll nicht mehr notwendig sein. Aufbewahren müssen Sie die Belege dann nur noch bis zum Abschluss des Veranlagungsverfahrens.

Vollautomatisierte Prüfung der Steuererklärung: Die Prüfung der Steuererklärung sollen vermehrt
Computer übernehmen. Dem Finanzamt fehlt es an Personal, so dass es sich in einfachen Fällen künftig
auf Risikomanagementsysteme verlassen und sich stärker auf die komplexen Sachverhalte  konzentrieren soll.

Elektronischer Bescheid statt Papierbescheid: Steuerbescheide sollen künftig auch in elektronischer
Form bekanntgegeben werden können. Hierfür müssen Sie sich (oder wir uns als Ihr Steuerberater) bei der Finanzverwaltung anmelden und sich einverstanden erklären. Der elektronische ersetzt dann den
Papierbescheid.

Hinweis: Die Änderungen sollen ab 2017 in Kraft treten und bis 2022 in die Praxis umgesetzt sein.
Für die Modernisierung des Besteuerungsverfahrens braucht man also noch einen langen Atem.

Quelle: Deubner-Mandanteninformationen
Foto: pixelio.de / Thorben Wengert