Ihre Steuerberaterin

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Ungenutzt: Kosten für das beruflich bedingte Vorhalten einer Wohnung

Oktober 20, 2017 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

Haben Sie ein Arbeitszimmer oder einen doppelten Haushalt? Dann wissen Sie sicherlich schon, dass die Aufwendungen hierfür steuerlich bedeutsam sind und als Werbungskosten Ihre Steuerlast senken können. Denn alle beruflich bedingten Kosten – also Aufwendungen, die zum Erwerb, zur Sicherung und zur Erhaltung von Einnahmen dienen – gelten per Definition als Werbungskosten.

Diese Definition greift natürlich auch dann, wenn Sie gerade verhindert sind, Einnahmen in Form von Arbeitslohn zu erzielen. Zum Beispiel bleiben bei einer Geburt mit anschließender Elternzeit die Aufwendungen für ein Arbeitszimmer ja trotzdem bestehen. Sofern Sie keine private Umnutzung für das Zimmer vornehmen, sind die Aufwendungen dafür immer noch Werbungskosten. Bei einem doppelten Haushalt verhält es sich genauso. (mehr …)

Doppelte Haushaltsführung: Kosten der Erstausstattung können in voller Höhe geltend gemacht werden

Juli 01, 2017 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

Kosten, die ein Angestellter aufwendet, um Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit zu erzielen, bezeichnet das Einkommensteuergesetz als Werbungskosten. Die meisten dieser Kosten können in der Steuererklärung angesetzt werden, um das Einkommen und damit die Steuerlast zu mindern. Damit das Finanzamt die Werbungskosten nicht in jeder Steuererklärung einzeln prüfen muss, hat der Gesetzgeber einen Pauschbetrag von 1.000 EUR pro Jahr eingeführt. Dieser Betrag wird bereits im Lohnsteuerabzugsverfahren durch den Arbeitgeber berücksichtigt.

Viele Arbeitnehmer kommen über diese 1.000 EUR nie hinaus. Angestellte mit einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung können über die Höhe des Werbungskosten-Pauschbetrags dagegen nur müde lächeln. Für sie ist ein anderer Betrag interessant: Sie dürfen monatlich maximal 1.000 EUR Unterkunftskosten als Werbungskosten geltend machen. (mehr …)

Monatsfahrkarte: Kostenerstattung des Arbeitgebers kann ganz oder teilweise steuerfrei sein

Januar 26, 2017 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

157714_web_R_K_by_T.Görmen_pixelio.deWenn ein Arbeitnehmer eine Monatskarte für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel privat anschafft und auch für dienstliche Fahrten nutzt, kann der Arbeitgeber die Kosten hierfür mitunter ganz oder teilweise steuerfrei erstatten – dies geht aus einem neuen Erlass des Finanzministeriums Berlin hervor. Der Verwaltungsweisung liegt der Fall zugrunde, dass ein Arbeitnehmer seine erste Tätigkeitsstätte am Sitz des Arbeitgebers hat und seine selbst beschaffte Monatsfahrkarte für dienstliche Auswärtstätigkeiten nutzt.

Um die Höhe des maximal steuerfrei erstattungsfähigen Betrags zu ermitteln, muss der Arbeitnehmer zunächst einmal seine monatlichen beruflichen Fahrten aufzeichnen bzw. nachweisen. Aus Vereinfachungsgründen können anschließend die Kosten für die Einzelfahrscheine ermittelt werden, die durch die dienstliche Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Gültigkeitszeitraum der Monatskarte entstanden wären. Der errechnete Betrag, maximal jedoch die Anschaffungskosten des Monatstickets, kann anschließend vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet werden. Somit sind zwei Varianten denkbar: (mehr …)

Elektromobilität: Lohnsteuervorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ab 2017

Januar 05, 2017 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

348861_web_r_k_b_by_barbara-eckholdt_pixelio-deDamit der Anteil der Elektrofahrzeuge im Straßenverkehr weiter steigt, hat der Gesetzgeber die steuerliche Förderung der Elektromobilität verbessert. Konkret ist eine Steuerbefreiung bei der Kfz-Steuer und eine Steuerbefreiung der Vorteile vorgesehen, die Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern im Zusammenhang mit Elektrofahrzeugen gewähren.

Kfz-Steuerbefreiung:
Bisher waren reine Elektrofahrzeuge ab der Erstzulassung fünf Jahre lang von der Kfz-Steuer befreit. Dieser Steuerbefreiungszeitraum wurde rückwirkend zum 01.01.2016 für alle bis zum 31.12.2020 erworbenen Elektroautos auf zehn Jahre verlängert. Darüber hinaus wird die zehnjährige Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge auf technisch angemessene, verkehrsrechtlich genehmigte Elektro-Umrüstungen ausgeweitet. (mehr …)

Fahrgemeinschaften: Jedes Mitglied kann Entfernungspauschale abziehen

Oktober 27, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

735615_web_r_k_b_by_ar-pics_pixelio-deDie steigenden Immobilienpreise in den Ballungszentren verdrängen immer mehr Arbeitnehmer in das Umland, so dass sie täglich weite Fahrtstrecken zur Arbeit zurücklegen müssen. Wer sich einer Fahrgemeinschaft anschließt, profitiert gleich doppelt: Er spart nicht nur Benzinkosten, sondern kann obendrein noch die Entfernungspauschale als Werbungskosten absetzen. Für den Kostenabzug ist nach dem Einkommensteuergesetz unerheblich, ob der Arbeitnehmer selbst fährt oder sich im Auto eines anderen mitnehmen lässt. Jeder Teilnehmer einer Fahrgemeinschaft kann daher seine Entfernungsstrecke zur Arbeit mit 0,30 EUR pro Kilometer in der Einkommensteuererklärung abrechnen. Umwegfahrten zum Einsammeln von Mitfahrern dürfen allerdings nicht zusätzlich abgesetzt werden.
(mehr …)

Pflichtveranlagung: Wann Arbeitnehmer eine Einkommensteuererklärung abgeben müssen

September 01, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

Finanzamt / SteuerberaterAlljährlich zu Jahresbeginn regeln die obersten Finanzbehörden der Länder, bis wann die Einkommensteuererklärungen des Vorjahres abgegeben werden müssen. Für die Steuererklärungen 2015 von steuerlich nicht beratenen Bürgern haben die Behörden als Abgabefrist (erneut) den 31.05.2016 bestimmt. Steuerlich beratene Bürger dürfen sich mit ihrer Erklärungsabgabe für 2015 bis zum 31.12.2016
Zeit lassen.

Hinweis: Das Bundesland Hessen zeigt sich bei beratenen Steuerbürgern als einziges Bundesland großzügiger und hat in einem eigenen Fristenerlass geregelt, dass sich die Abgabefrist bei ihnen allgemein auf den 28.02.2017 verlängert. Voraussetzung hierfür ist lediglich, dass sie die Steuererklärungen des Vorjahres fristgemäß abgegeben haben. (mehr …)

Berufliche Feiern: Wann werden Kosten steuerlich anerkannt?

August 04, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

757564_web_R_K_B_by_I-vista_pixelio.deUnter welchen Kriterien können die Kosten von Feiern, Jubiläen und sonstigen Veranstaltungen steuerlich abgesetzt werden? Nach einem jüngst veröffentlichten Urteil des BFH ist der Anlass der Veranstaltung zwar ein erster wichtiger Anhaltspunkt, aber keineswegs immer entscheidend. Eine Rolle spielen dabei auch die geladenen Gäste sowie der Ort, Zeitpunkt und der allgemeine Charakter einer Feier.

Der BFH hat mit Urteil vom 20.01.2016 entschieden, dass ein Dienstjubiläum ein berufsbezogenes Ereignis darstellt. Für die Beurteilung, ob die Aufwendungen beruflich oder privater Natur sind, ist vorrangig auf den Anlass der Feier abzustellen. Nach der ständigen Rechtsprechung des BFH liegen dann Werbungskosten vor, wenn die Aufwendungen mit der Einkünfteerzielung objektiv zusammenhängen und subjektiv ihr zu dienen bestimmt sind. (mehr …)

Betriebsveranstaltungen ab 2015: BMF veröffentlicht Verwaltungsstandpunkte zur neuen Rechtslage

Januar 22, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

705658_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deZum 01.01.2015 haben sich die Steuerregeln für Betriebsveranstaltungen teilweise geändert. Neu ist unter anderem, dass die bisherige Freigrenze von 110 EUR für Zuwendungen im Rahmen einer Betriebsveranstaltung in einen Freibetrag von 110 EUR umgewandelt wurde. Das heißt: Während Zuwendungen früher komplett versteuert werden mussten, wenn sie die 110-EUR-Marke auch nur geringfügig überschritten, bleiben Vorteile bis zu dieser Höhe seit 2015 stets steuerfrei. Wird die Feier teurer, ist nur der übersteigende Teil Arbeitslohn.

Das Bundesfinanzministerium hat sich ausführlich zur Anwendung der Neuregelungen geäußert. Danach gilt: (mehr …)

Dienstfahrräder: Welche Steuerregeln zu beachten sind

November 05, 2015 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

744581_web_R_K_B_by_Helmut Dechert_pixelio.deWer sein Auto ab und zu stehen lässt und sich stattdessen auf das Fahrrad schwingt, schont nicht nur die Umwelt, sondern tut obendrein auch noch etwas Gutes für seine Gesundheit. Auch aus steuerlicher Sicht kann der Tritt in die Pedale sinnvoll sein, denn Arbeitnehmer können für ihren Weg zur Arbeit auch dann die Pendlerpauschale von 0,30 EUR je Entfernungskilometer abziehen, wenn sie die Wegstrecke mit dem Fahrrad zurücklegen (verkehrsmittelunabhängige Pauschale). (mehr …)

Steuerberater Bad Dürkheim: Kommentar zum Mindestlohngesetz

Oktober 27, 2014 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

169894_web_R_K_B_by_Siegfried Fries_pixelio.deAm 01. Januar 2015 kommt er nun – der Mindestlohn. Mit 8.50 € pro Stunde mindestens soll ein Arbeitnehmer nun entlohnt werden. Inklusive Arbeitgeberbelastung zur Sozialversicherung, bezahltem Urlaub und angenommen einer Krankheitswoche pro Jahr beträgt der Bruttolohn so für den Arbeitgeber rund 11,50 €.

Ich bin durchaus der Meinung, dass jemand, der 40 Stunden pro Woche arbeitet, in der Lage sein sollte, von diesem Einkommen auch einigermaßen leben zu können. Was „leben“ bedeutet, ist, was man an nachfolgenden Zahlen sieht, Ansichtssache. 8,50 € bei einer 40 Stunden-Woche bedeuten brutto 1.473,33 € pro Monat. Ein unverheirateter Arbeitnehmer, der auch noch Kirchensteuer bezahlt, hat so monatlich netto 1.076,41 oder 1.075,54 € auf dem Konto – je nach Bundesland. Wer davon noch eine Wohnung bezahlen will/muß, dem bleibt schon nicht mehr viel übrig für Lebensmittel, Kleidung, Kino etc., geschweige denn, für Urlaub. Vor diesem Hintergrund macht vielleicht sogar das „bedingungslose Grundeinkommen“, das dm-Gründer Götz Werner propagiert, Sinn. Ich bin mir da nach wie vor unsicher, schiebe den Gedanken aber längst nicht mehr so weit weg wie zu Beginn. (mehr …)