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Baufällige Wohnung: Vermieter kann Verluste bei handlungsunfähiger Eigentümergemeinschaft nicht absetzen

Juli 07, 2017 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

Schreibt ein Mietobjekt rote Zahlen, ist der Vermieter in der Regel daran interessiert, diese Verluste steuerlich abzusetzen – er folgt dem Motto „Geteiltes Leid ist halbes Leid“.

Dass der Fiskus Vermietungsverluste nicht in jedem Fall anerkennt, zeigt ein neuer Fall des Bundesfinanzhofs (BFH), in dem ein privater Vermieter mit dem Kauf einer Eigentumswohnung ein extremes Fehlinvestment eingegangen war. Er hatte im Jahr 1993 für 180.000 DM eine Eigentumswohnung in einem Sechsparteienhaus erworben, das in einem vollkommen desolaten und maroden Zustand war. Vermietungseinnahmen erzielte er daraus nur in den ersten drei Jahren nach dem Kauf (aufgrund einer Mietgarantie des Verkäufers), danach stand die Wohnung durchgehend leer. Eine von der Eigentümergemeinschaft im Jahr 1999 beschlossene Sanierung schlug fehl, weil die Hausverwaltung die Geldmittel hierfür veruntreut hatte. Jahre später wurden zwar die alten Elektroheizungen ausgebaut, aber nicht durch eine neue Heizungsanlage ersetzt. Weil die Eigentümerverhältnisse in der Folgezeit unklar und etliche Miteigentümer des Hauses zudem unbekannt verzogen waren, war die Eigentümergemeinschaft daraufhin über Jahre handlungsunfähig und konnte keine weitergehende Sanierung beschließen. (mehr …)

Turnierpokerspiel: Preisgelder eines Profis unterliegen der Einkommensteuer

März 10, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

755585_web_R_K_B_by_Timo Klostermeier_pixelio.deEin erfolgreicher Turnierpokerspieler aus Nordrhein-Westfalen, der an den Spieltischen dieser Welt über Jahre hinweg Preisgelder von 600.000 EUR gewonnen hat, musste vor dem Bundesfinanzhof (BFH) seine wohl teuerste Niederlage einstecken. Die Bundesrichter urteilten, dass er seine Pokergewinne als Einkünfte aus Gewerbebetrieb versteuern muss.

Nach Gerichtsmeinung hatte der Profispieler mit seiner Pokertätigkeit alle Merkmale eines Gewerbebetriebs erfüllt – insbesondere hatte er am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr teilgenommen. Ein reines Glücksspiel, das eine solche Teilnahme hätte ausschließen können, konnte das Gericht in  einen gespielten Pokervarianten (u.a. „Texas Hold’em“ und „Omaha Limit“) nicht erkennen, da das Geschicklichkeitselement bei diesen schon bei einem durchschnittlichen Spieler ein erhebliches Gewicht hat und das Zufallselement sogar überlagern kann. (mehr …)

Steuerberater Bad Dürkheim: Bilanzierungspflicht

Februar 03, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

464753_web_R_K_B_by_M. Gapfel_pixelio.deZum 1.1.2016 tritt das Bürokratieentlastungsgesetz in Kraft. Der vollständige Name des Gesetzes lautet „Gesetz zur Entlastung der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie“ und soll demnach vor allem kleinen und mittleren Unternehmen die diversen bürokratischen Hürden erleichtern. Eine der Regelungen in diesem Gesetz betrifft die Grenzbeträge für die Bilanzierungspflicht, also die Pflicht zur Aufstellung von Anfangs- und Abschlußbilanzen für ein Geschäftsjahr. Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2015 beginnen, müssen nur noch Betriebe eine Bilanz aufstellen, die nicht aufgrund anderer Rechtsnormen (z.B. HGB) zur Bilanzierung verpflichtet sind und deren Gewinne im Wirtschaftsjahr eine Summe von 60.000 € und Umsätze im Wirtschaftsjahr einen Betrag von 600.000 € nicht überschreiten. (mehr …)