Ihre Steuerberaterin

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Elektronische Kassensysteme: Technische Anforderungen an Kassenaufzeichnungen konkretisiert

September 15, 2017 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Bundesrat der sogenannten Kassensicherungsverordnung zugestimmt. Die  Verordnung präzisiert die Anforderung des § 146a der Abgabenordnung (AO), der mit dem Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen erlassen worden ist und ab 2020 gilt.

Konkret werden folgende Anforderungen durch die Verordnung präzisiert:
Nach der gesetzlichen Regelung des § 146a AO dürfen als elektronische Aufzeichnungssysteme nur solche Geräte verwendet werden, die die Grundaufzeichnungen einzeln, vollständig, richtig, zeitgerecht, geordnet und unveränderbar festhalten. Die Daten müssen auf einem Speichermedium gesichert und verfügbar gehalten werden. Die Verordnung präzisiert, dass unter dem Begriff des elektronischen Aufzeichnungssystems, welches diese Anforderungen erfüllen muss, elektronische oder computergestützte Kassensysteme oder Registrierkassen zu verstehen sind. Nicht dazu gehören Fahrscheinautomaten, Fahrscheindrucker, elektronische  Buchhaltungsprogramme, Waren- und Dienstleistungsautomaten, Geldautomaten, Taxameter und Wegstreckenzähler sowie Geld- und Warenspielgeräte. (mehr …)

Weihnachtsruhe

Dezember 21, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

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Vom 23. Dezember 2016 an halten wir Weihnachtsruhe und genießen ein paar steuerfreie Tage zwischen den Jahren. Ab Montag, 02. Januar 2017 erreichen Sie uns in neuer Frische zu den üblichen Bürozeiten.

Wir wünschen allen BesucherInnen dieser Homepage geruhsame Feiertage und einen guten Start ins Jahr 2017!

Gabriele Gründling, Sigrid Adamek, Helga Burnikel, Roger Dreyer und Svenja Selent

Typische Berufskleidung: Wann ein schwarzer Anzug zu Werbungskosten führt

Dezember 15, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

599375_web_r_k_b_by_jorma-bork_pixelio-deSowohl Arbeitnehmer als auch Selbständige stellen sich immer wieder die Frage, ob sie die Kosten
der Kleidung, die sie bei der Arbeit tragen, als Werbungskosten oder Betriebsausgaben von der
Einkommensteuer abziehen können. Während die Anerkennung bei Arbeitsschutzkleidung in der Regel
unproblematisch ist, scheidet die steuerliche Begünstigung beim Anzug eines Rechtsanwalts zum Beispiel
aus.

Kürzlich wollte ein Orchestermusiker, der unter anderem auch als Solist auftrat, die Aufwendungen für seine vom Arbeitgeber vorgeschriebenen schwarzen Anzüge als Werbungskosten geltend machen. Immerhin zahlte ihm der Arbeitgeber monatlich Kleidergeld. Wenn er dieses Geld nur für Kleidung ausgab, die er ausschließlich zu beruflichen Anlässen verwendete, sollte der  Werbungskostenabzug doch möglich sein – so sein Gedanke.

Das Finanzgericht Münster (FG) sah das jedoch anders: Das Tragen von Kleidern zählt grundsätzlich zu den privaten Bedürfnissen des Menschen. Da es sich bei einem Anzug um typisch bürgerliche Kleidung handelt, geht die Rechtsprechung hier immer von einer privaten Mitbenutzung aus. Selbst wenn der Anzug in Wirklichkeit ausschließlich beruflich getragen wird, werden die Aufwendungen nicht als Werbungskosten zum Abzug zugelassen.

Hinweis: In der höchstrichterlichen Rechtsprechung sind nur wenige Ausnahmen bekannt. Beispielsweise wurden einem Oberkellner vor längerer Zeit die Aufwendungen für seinen Frack zuerkannt. Der Grund war, dass die Kleidung nicht typisch festlich ausfiel und damit auch nicht der bürgerlichen Funktion entsprach. Stattdessen sollte sie seine herausgehobene Stellung als Oberkellner nach außen hin erkennbar machen.

Im Gegensatz zum Oberkellner trat der Orchestermusiker – obwohl Solist – eher uniform auf, denn die anderen Musiker sollten ebenfalls festlich gekleidet sein. Damit stand für das FG fest, dass die Funktion seines Anzugs typisch bürgerlich und nicht berufstypisch war. Seine Klage wurde abgewiesen.

Quelle: Deubner Verlag Mandantenrundschreiben
Foto: pixelio.de / Jorma Bork

Elektronische Kassensysteme: Bundesregierung plant neue Maßnahmen gegen Manipulation

September 15, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

750445_web_r_k_b_by_rainer-sturm_pixelio-deVorsichtig geschätzt 5 Mrd. EUR Steuerausfälle hat der Fiskus jedes Jahr wegen manipulierter Registrierkassen zu beklagen. Denn aufgrund der fortschreitenden Technisierung ist es heute problemlos möglich, digitale Grundaufzeichnungen in elektronischen Kassen unerkannt zu löschen oder zu verändern.

Als Gegenmaßnahme hat die Bundesregierung am 13.07.2016 den „Entwurf eines Gesetzes zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen“ auf den Weg gebracht. Ab 2020 sollen die folgenden Neuerungen auf die Nutzer und Hersteller zukommen: 1. Um die nachträgliche Manipulation von digitalen Grundaufzeichnungen auszuschließen, sollen sogenannte elektronische Aufzeichnungssysteme (dazu gehören auch elektronische Registrierkassen) künftig durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung geschützt werden. Die digitalen Grundaufzeichnungen müssen einzeln, vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet aufgezeichnet (Einzelaufzeichnungspflicht) und auf einem Speichermedium gesichert und verfügbar gehalten werden. Die technischen Anforderungen an die elektronischen Aufzeichnungs- und Sicherungssysteme im Geschäftsverkehr sollen in einer gesonderten Rechtsverordnung detailliert geregelt werden. (mehr …)

Versorgungsausgleich: Zahlungen können als Werbungskosten abgezogen werden

März 03, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

543914_web_R_K_B_by_günther gumhold_pixelio.deScheidungen sind teuer – so sagt man. Darüber, ob der Staat einen Teil der Kosten übernimmt, wird oft gestritten. Meistens ist das nicht der Fall. Manchmal – so wie beispielsweise bei Zahlungen zum Versorgungsausgleich – gibt es aber auch Ausnahmen. Das zumindest musste ein betroffenes Finanzamt nach einem verlorenen Gerichtsstreit mit einem Steuerpflichtigen erkennen. Der Angestellte war verheiratet gewesen und hatte mit einer betrieblichen Altersvorsorge für seine spätere Rente vorgesorgt.

Neben ihm hatte auch seine ehemalige Frau einen vertraglich zugesicherten Anspruch an der betrieblichen Altersvorsorge gehabt. (Seit 2009 ist das generell auch gesetzlich so vorgesehen.) Nach der Scheidung zahlte er insgesamt 28.375 EUR für den Verzicht auf diesen Anspruch – die Versorgungsausgleichzahlung. (mehr …)

Steuerhinterziehung: Der automatische Austausch von Informationen über Finanzkonten beginnt

Februar 26, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

683294_web_R_K_B_by_Q.pictures_pixelio.deDie Bundesrepublik Deutschland hatte im Oktober 2014 mit 50 weiteren Staaten und Gebieten eine Vereinbarung über den automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten unterzeichnet.  Zur Umsetzung dieser internationalen Vereinbarung wurden im Dezember 2015 zwei deutsche Gesetze verabschiedet.

Was zunächst sehr technisch klingt, bedeutet konkret, dass die Unterzeichnerstaaten zur Bekämpfung des grenzüberschreitenden Steuerbetrugs künftig regelmäßig Daten über Finanzkonten ausländischer Kapitalanleger mit den jeweiligen Ansässigkeitsstaaten der Konteninhaber austauschen. (mehr …)

Kindergeldanspruch: Während eines Masterstudiums dürfen Kinder zeitlich unbegrenzt arbeiten

Februar 11, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

742254_web_R_K_B_by_I-vista_pixelio.deHat ein volljähriges Kind eine erstmalige Berufsausbildung oder ein Erststudium abgeschlossen, können dessen Eltern nur dann noch Kindergeld und Kinderfreibeträge fortbeziehen, wenn es keiner Erwerbstätigkeit von mehr als 20 Wochenstunden nachgeht.

Hinweis: Diese Erwerbstätigkeitsprüfung hat der Gesetzgeber ab 2012 im Einkommensteuergesetz installiert; sie tritt an die Stelle der bisherigen Überprüfung des Kindeseinkommens. Nach einer Weisung des Bundesfinanzministeriums (BMF) liegt bereits dann ein abgeschlossenes Erststudium vor (so dass der Umfang der Erwerbstätigkeit zu prüfen ist), wenn das Kind einen Bachelorabschluss erlangt hat.
(mehr …)

Steuerberaterin Bad Dürkheim: Steuerpause

Dezember 17, 2015 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

weinachten2015Wir nehmen uns – wie jedes Jahr – ein paar Tage „steuerfrei“. Das Büro ist am 23. Dezember das letzte Mal im Jahr 2015 besetzt, Sie erreichen uns wieder am Montag, 4. Januar 2016. In der Zwischenzeit leeren wir zwar den realen Briefkasten, bearbeiten aber weder diese noch unsere elektronische Post.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Weihnachtsfest, erholsame Tage zwischen den Jahren und einen guten Start in ein gesundes und ertragreiches 2016!

Gabriele Gründling mit Sigrid Adamek, Anja Mayer & Svenja Selent

Selbständige Englischlehrerin erbringt umsatzsteuerfreien Unterricht

Dezember 10, 2015 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

690268_web_R_K_B_by_Tim Reckmann_pixelio.deViele Bildungsdienstleistungen, aber noch längst nicht alle, sind von der Umsatzsteuer befreit. Der deutsche Gesetzgeber knüpft an die Steuerbefreiung unterschiedliche Kriterien, die nicht immer ganz
einsichtig sind.

Mit der Umsatzsteuerbefreiung einer selbständigen Englischlehrerin hat sich kürzlich das Finanzgericht Schleswig-Holstein (FG) befasst. Die Klägerin in dem Verfahren betrieb ein privates Lernstudio für Vorschul- und Grundschulkinder. Sie erteilte Gruppenunterricht in verschiedenen Kindertagesstätten sowie in einer Grundschule. Die Teilnahme am Unterricht war für alle Kinder freiwillig. Die Eltern mussten für die Kurse einen monatlichen Beitrag von 25 EUR zahlen. Das Finanzamt ging davon aus, dass der Unterricht der Umsatzsteuer unterlag.

Das FG sieht das jedoch anders. Die Dienstleistungen der Englischlehrerin sind zwar nicht nach deutschem, aber nach europäischem Recht steuerfrei. Nach deutschem Recht muss nämlich eine Bescheinigung vorliegen, aus der hervorgeht, dass die Bildungsdienstleistung auf einen Beruf oder eine Staatsprüfung ordnungsgemäß vorbereitet. Diese Bescheinigung wird von den zuständigen Landesbehörden der jeweiligen Bundesländer ausgestellt. Da die Lehrerin über keine solche  Bescheinigung verfügt, sind ihre Leistungen nach deutschem Recht umsatzsteuerpflichtig. Das  europäische Recht sieht allerdings kein Bescheinigungsverfahren vor, so dass sich daraus durchaus eine Steuerfreiheit ergibt. Nach dem EU-Recht ist der Schul- und Hochschulunterricht allgemein  umsatzsteuerfrei, auch wenn ihn Privatlehrer erteilen. Es kommt nicht darauf an, dass er auf einen Beruf oder eine Staatsprüfung qualifiziert vorbereitet.

Quelle: Deubner Verlag Mandanteninfo
Foto: Tim Reckmann / pixelio.de

Kindergeldzahlung ab 2016

November 27, 2015 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

181529_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.deGrundsätzlich zahlt die Familienkasse ab 2016 nur noch dann Kindergeld aus, wenn ihr die Steueridentifikationsnummer Ihres Kindes vorliegt. Es wird aber nicht so sein, daß ab Januar das Kindergeld ausbleibt, wenn Sie diese bisher noch nicht vorgelegt haben.

Diese Meldung wurde in den letzten 14 Tagen in den Medien verbreitet, ist aber unzutreffend. Die Familienkassen werden es grundsätzlich nicht beanstanden, wenn die IdNr. im Laufe des Jahres 2016 nachgereicht wird.

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