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Doppelte Haushaltsführung: Wann ein gemeinsamer Haushalt mit den Eltern anerkannt wird

August 18, 2017 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

Arbeitnehmer können die Kosten einer doppelten Haushaltsführung nur als Werbungskosten abziehen, wenn sie in ihrer Hauptwohnung einen eigenen (Erst-)Hausstand unterhalten. Sind sie lediglich in einen fremden Haushalt (z.B. der Eltern) eingegliedert, ohne die Haushaltsführung wesentlich mitbestimmen zu können, unterhalten sie dort keinen anerkennungswürdigen (Erst-)Hausstand, so dass das
Finanzamt die Kosten der doppelten Haushaltsführung nicht zum Abzug zulässt.

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in einem neuen Beschluss die bisherige höchstrichterliche Rechtsprechung zum Themenkreis aufgegriffen und auf folgende Unterscheidung aufmerksam gemacht: (mehr …)

Doppelte Haushaltsführung: Kosten der Erstausstattung können in voller Höhe geltend gemacht werden

Juli 01, 2017 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

Kosten, die ein Angestellter aufwendet, um Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit zu erzielen, bezeichnet das Einkommensteuergesetz als Werbungskosten. Die meisten dieser Kosten können in der Steuererklärung angesetzt werden, um das Einkommen und damit die Steuerlast zu mindern. Damit das Finanzamt die Werbungskosten nicht in jeder Steuererklärung einzeln prüfen muss, hat der Gesetzgeber einen Pauschbetrag von 1.000 EUR pro Jahr eingeführt. Dieser Betrag wird bereits im Lohnsteuerabzugsverfahren durch den Arbeitgeber berücksichtigt.

Viele Arbeitnehmer kommen über diese 1.000 EUR nie hinaus. Angestellte mit einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung können über die Höhe des Werbungskosten-Pauschbetrags dagegen nur müde lächeln. Für sie ist ein anderer Betrag interessant: Sie dürfen monatlich maximal 1.000 EUR Unterkunftskosten als Werbungskosten geltend machen. (mehr …)

Berufliches Wissensplus: Wie sich Fortbildungskosten absetzen lassen

Mai 19, 2017 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

Bilden sich Arbeitnehmer beruflich fort, können sie die Kosten für eine solche Bildungsmaßnahme häufig als Werbungskosten absetzen. Voraussetzung hierfür ist aber, dass die Fort- oder Weiterbildung konkret beruflich motiviert ist. So prüfen die Finanzämter beispielsweise bei Kosten eines Sprachkurses sehr genau, ob die neu erworbenen Sprachkenntnisse tatsächlich mit der beruflichen Tätigkeit zusammenhängen. Gute Karten für einen Kostenabzug haben Arbeitnehmer, deren Arbeitgeber beispielsweise von einem ausländischen Unternehmen aufgekauft worden ist, so dass nunmehr regelmäßiger Kontakt mit ausländischen Kollegen erforderlich ist. Ein enger Zusammenhang zwischen Sprachkurs und Beruf kann sich auch daraus ergeben, dass der Arbeitnehmer als sogenannter Expat für einige Zeit in eine ausländische Vertretung entsendet werden soll. (mehr …)

Häusliches Arbeitszimmer: Höchstbetrag von 1.250 EUR gilt pro Person

Mai 04, 2017 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

Erwerbstätige können die Kosten für ihr häusliches Arbeitszimmer mit maximal 1.250 EUR pro Jahr als Werbungskosten oder Betriebsausgaben abziehen, wenn ihnen für ihre Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz (z.B. in den Räumen des Arbeitgebers) zur Verfügung steht. Ein unbeschränkter Raumkostenabzug ist zudem möglich, wenn das heimische Büro den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet.

Wird ein häusliches Arbeitszimmer durch mehrere Erwerbstätige (z.B. Eheleute) genutzt, so nehmen die Finanzämter bislang eine raumbezogene Betrachtung vor: Nutzt jeder Erwerbstätige den Raum zu 50 % und steht jedem nur ein beschränkter Raumkostenabzug zu, so darf jede Person nur maximal 625 EUR pro Jahr steuerlich abziehen. Diese Berechnungsweise entsprach der bislang geltenden höchstrichterlichen Rechtsprechung. (mehr …)

Monatsfahrkarte: Kostenerstattung des Arbeitgebers kann ganz oder teilweise steuerfrei sein

Januar 26, 2017 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

157714_web_R_K_by_T.Görmen_pixelio.deWenn ein Arbeitnehmer eine Monatskarte für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel privat anschafft und auch für dienstliche Fahrten nutzt, kann der Arbeitgeber die Kosten hierfür mitunter ganz oder teilweise steuerfrei erstatten – dies geht aus einem neuen Erlass des Finanzministeriums Berlin hervor. Der Verwaltungsweisung liegt der Fall zugrunde, dass ein Arbeitnehmer seine erste Tätigkeitsstätte am Sitz des Arbeitgebers hat und seine selbst beschaffte Monatsfahrkarte für dienstliche Auswärtstätigkeiten nutzt.

Um die Höhe des maximal steuerfrei erstattungsfähigen Betrags zu ermitteln, muss der Arbeitnehmer zunächst einmal seine monatlichen beruflichen Fahrten aufzeichnen bzw. nachweisen. Aus Vereinfachungsgründen können anschließend die Kosten für die Einzelfahrscheine ermittelt werden, die durch die dienstliche Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Gültigkeitszeitraum der Monatskarte entstanden wären. Der errechnete Betrag, maximal jedoch die Anschaffungskosten des Monatstickets, kann anschließend vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet werden. Somit sind zwei Varianten denkbar: (mehr …)

Typische Berufskleidung: Wann ein schwarzer Anzug zu Werbungskosten führt

Dezember 15, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

599375_web_r_k_b_by_jorma-bork_pixelio-deSowohl Arbeitnehmer als auch Selbständige stellen sich immer wieder die Frage, ob sie die Kosten
der Kleidung, die sie bei der Arbeit tragen, als Werbungskosten oder Betriebsausgaben von der
Einkommensteuer abziehen können. Während die Anerkennung bei Arbeitsschutzkleidung in der Regel
unproblematisch ist, scheidet die steuerliche Begünstigung beim Anzug eines Rechtsanwalts zum Beispiel
aus.

Kürzlich wollte ein Orchestermusiker, der unter anderem auch als Solist auftrat, die Aufwendungen für seine vom Arbeitgeber vorgeschriebenen schwarzen Anzüge als Werbungskosten geltend machen. Immerhin zahlte ihm der Arbeitgeber monatlich Kleidergeld. Wenn er dieses Geld nur für Kleidung ausgab, die er ausschließlich zu beruflichen Anlässen verwendete, sollte der  Werbungskostenabzug doch möglich sein – so sein Gedanke.

Das Finanzgericht Münster (FG) sah das jedoch anders: Das Tragen von Kleidern zählt grundsätzlich zu den privaten Bedürfnissen des Menschen. Da es sich bei einem Anzug um typisch bürgerliche Kleidung handelt, geht die Rechtsprechung hier immer von einer privaten Mitbenutzung aus. Selbst wenn der Anzug in Wirklichkeit ausschließlich beruflich getragen wird, werden die Aufwendungen nicht als Werbungskosten zum Abzug zugelassen.

Hinweis: In der höchstrichterlichen Rechtsprechung sind nur wenige Ausnahmen bekannt. Beispielsweise wurden einem Oberkellner vor längerer Zeit die Aufwendungen für seinen Frack zuerkannt. Der Grund war, dass die Kleidung nicht typisch festlich ausfiel und damit auch nicht der bürgerlichen Funktion entsprach. Stattdessen sollte sie seine herausgehobene Stellung als Oberkellner nach außen hin erkennbar machen.

Im Gegensatz zum Oberkellner trat der Orchestermusiker – obwohl Solist – eher uniform auf, denn die anderen Musiker sollten ebenfalls festlich gekleidet sein. Damit stand für das FG fest, dass die Funktion seines Anzugs typisch bürgerlich und nicht berufstypisch war. Seine Klage wurde abgewiesen.

Quelle: Deubner Verlag Mandantenrundschreiben
Foto: pixelio.de / Jorma Bork

Fahrgemeinschaften: Jedes Mitglied kann Entfernungspauschale abziehen

Oktober 27, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

735615_web_r_k_b_by_ar-pics_pixelio-deDie steigenden Immobilienpreise in den Ballungszentren verdrängen immer mehr Arbeitnehmer in das Umland, so dass sie täglich weite Fahrtstrecken zur Arbeit zurücklegen müssen. Wer sich einer Fahrgemeinschaft anschließt, profitiert gleich doppelt: Er spart nicht nur Benzinkosten, sondern kann obendrein noch die Entfernungspauschale als Werbungskosten absetzen. Für den Kostenabzug ist nach dem Einkommensteuergesetz unerheblich, ob der Arbeitnehmer selbst fährt oder sich im Auto eines anderen mitnehmen lässt. Jeder Teilnehmer einer Fahrgemeinschaft kann daher seine Entfernungsstrecke zur Arbeit mit 0,30 EUR pro Kilometer in der Einkommensteuererklärung abrechnen. Umwegfahrten zum Einsammeln von Mitfahrern dürfen allerdings nicht zusätzlich abgesetzt werden.
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Berufliche Feiern: Wann werden Kosten steuerlich anerkannt?

August 04, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

757564_web_R_K_B_by_I-vista_pixelio.deUnter welchen Kriterien können die Kosten von Feiern, Jubiläen und sonstigen Veranstaltungen steuerlich abgesetzt werden? Nach einem jüngst veröffentlichten Urteil des BFH ist der Anlass der Veranstaltung zwar ein erster wichtiger Anhaltspunkt, aber keineswegs immer entscheidend. Eine Rolle spielen dabei auch die geladenen Gäste sowie der Ort, Zeitpunkt und der allgemeine Charakter einer Feier.

Der BFH hat mit Urteil vom 20.01.2016 entschieden, dass ein Dienstjubiläum ein berufsbezogenes Ereignis darstellt. Für die Beurteilung, ob die Aufwendungen beruflich oder privater Natur sind, ist vorrangig auf den Anlass der Feier abzustellen. Nach der ständigen Rechtsprechung des BFH liegen dann Werbungskosten vor, wenn die Aufwendungen mit der Einkünfteerzielung objektiv zusammenhängen und subjektiv ihr zu dienen bestimmt sind. (mehr …)

Bundesregierung will Neubau von Mietwohnungen fördern

März 29, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

750213_web_R_K_B_by_I-vista_pixelio.deDie Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist in den vergangenen Jahren rasant angestiegen. Deshalb will die Bundesregierung den Neubau von Mietwohnungen durch steuerliche Anreize fördern. Konkret sollen gefördert werden:

 

 

  • die Anschaffung neuer Gebäude,
  • die Anschaffung neuer Eigentumswohnungen,
  • die Herstellung neuer Gebäude sowie
  • die Anschaffung sogenannter Betriebswohnungen

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Versorgungsausgleich: Zahlungen können als Werbungskosten abgezogen werden

März 03, 2016 By: Gabriele Gründling Category: Steuerblog

543914_web_R_K_B_by_günther gumhold_pixelio.deScheidungen sind teuer – so sagt man. Darüber, ob der Staat einen Teil der Kosten übernimmt, wird oft gestritten. Meistens ist das nicht der Fall. Manchmal – so wie beispielsweise bei Zahlungen zum Versorgungsausgleich – gibt es aber auch Ausnahmen. Das zumindest musste ein betroffenes Finanzamt nach einem verlorenen Gerichtsstreit mit einem Steuerpflichtigen erkennen. Der Angestellte war verheiratet gewesen und hatte mit einer betrieblichen Altersvorsorge für seine spätere Rente vorgesorgt.

Neben ihm hatte auch seine ehemalige Frau einen vertraglich zugesicherten Anspruch an der betrieblichen Altersvorsorge gehabt. (Seit 2009 ist das generell auch gesetzlich so vorgesehen.) Nach der Scheidung zahlte er insgesamt 28.375 EUR für den Verzicht auf diesen Anspruch – die Versorgungsausgleichzahlung. (mehr …)